von Erich Kästner in einer berndeutschen Fassung für die Bühne Lyssach von Simon Burkhalter

 


Neustart nach Absage

Wie viele andere Theatervereine mussten wir anfangs dieses Jahres wegen der Ausbreitung des Corona-Virus die für April/Mai geplanten Aufführungen unserer Produktion, Erich Kästners Komödie „Drei Männer im Schnee“, absagen. In der Folge haben viele unserer treuen Besucher auf die angebotene Rückerstattung bereits gekaufter Tickets in der Buchhandlung verzichtet und auf diese Weise dazu beigetragen, uns in einer schwierigen finanziellen Situation zu unterstützen.

Für diese noble Geste möchten wir Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich danken. Inzwischen haben wir im Vorstand beschlossen, die im Probenstadium abgebrochene Inszenierung nun im Frühling 2021 aufzuführen, möchten wir Ihnen doch dieses köstliche Vergnügen wenn irgendwie möglich nicht vorenthalten.

In wenigen Wochen findet wieder eine erste Zusammenkunft des Ensembles statt; im Februar 2021 werden wir die aktuelle Corona-Situation nochmals prüfen und hoffen natürlich, dann die Ampel definitiv auf grün stellen zu können. Weitere Infos finden Sie im gegebenen Zeitpunkt an dieser Stelle und auf anderen Info-Kanälen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch den Herbst und Winter kommen und gesund bleiben dürfen, damit wir uns im April und Mai 2021 zum Theatervergnügen in der Mezwan Lyssach treffen können. Bis dahin haben Sie vielleicht Lust, ein bisschen Vorfreude zu pflegen mit einem Blick auf einige Probenfotos und auf die Angaben zum Stück, zum Autor, zum Regisseur sowie zum Ensemble (s. auf dieser Website unten).

 

Stück

Nach dem Erfolg mit dem Gauner-Musical „Bibi Balù“ vor zwei Jahren zeigt „Die Bühne“ Lyssach diesmal die köstliche Verwechslungskomödie des berühmten Autors Erich Kästner, der die bekannten Kinderbücher „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Das fliegende Klassenzimmer“ sowie „Das doppelte Lottchen“ geschrieben hat.

In der neuen Inszenierung der „Bühne“ geht es um den reichen Fabrikdirektor Tobler, der sich unter falschem Namen am Wettbewerb seines Unternehmens beteiligt und dabei den zweiten Preis, einen 10-tägigen Aufenthalt in einem Grandhotel in den Alpen, gewinnt. Da Tobler die Menschen studieren will, reist er inkognito ins Hotel, um zu erleben, wie die andern Gäste auf einen armen Schlucker reagieren, nimmt aber als Begleitung seinen langjährigen Chauffeur mit, der im Hotel als reicher Fabrikant auftreten soll. Seine besorgte Tochter bereitet die Hoteldirektion heimlich auf den Besuch des verkleideten Millionärs und dessen Gewohnheiten vor, kommt aber nicht mehr dazu, seinen Namen zu nennen. Damit ist turbulenten Tagen im Hotel Tür und Tor geöffnet. Denn der arbeitslose Werbefachmann Hagedorn, der den ersten Preis gewonnen hat, wird fälschlicherweise für den Millionär gehalten und entsprechend verwöhnt, Tobler dagegen in einer kleinen Dachkammer ohne Heizung untergebracht. Und das ist erst der Anfang vieler Verwechslungen und Missverständnisse. Von der Dialektbearbeitung dieser Komödie durch den bekannten Schweizer Autor Charles Lewinsky ausgehend, hat Simon Burkhalter, der zum dritten Mal bei der „Bühne“ Regie führt, für uns eine neue Fassung geschrieben. Für viel Spass wird jedenfalls gesorgt sein.

Autor

Der deutsche Schriftsteller, Publizist und Drehbuchautor Erich Kästner (1899 - 1974) begann seine Karriere noch in der Weimarer Republik mit gesellschaftskritischen und antimilitaristischen Gedichten, Glossen und Essays. Nach Beginn des Hitler-Regimes war er einer der wenigen intellektuellen und gleichzeitig prominenten Gegner des Nationalsozialismus, die in Deutschland blieben, obwohl seine Werke als undeutsch deklariert und verboten wurden.

Trotz Repressalien konnte er sich über Wasser halten, indem er mit einem Pseudonym weiter schrieb. Grosse Popularität gewann er später durch seine Kinderbücher Emil und die Detektive (1929), Das fliegende Klassenzimmer (1933), Das doppelte Lottchen (1949) sowie Pünktchen und Anton.

Die berühmten „Drei Männer im Schnee“ verfasste er ursprünglich als Roman und brachte sie unter dem Namen Robert Neuner als Komödie mit dem Titel „Das lebenslängliche Kind“ heraus, die bereits bei ihrer Première 1934 am Schauspielhaus Bremen ein Grosserfolg wurde.

Nach Kriegsende verfassten Leo Seidl und Max Schmid unter dem Titel „Zäh Tag Gratisferie“ die erste Schweizer Dialektfassung. Der bekannte Schweizer Autor Charles Lewinsky hat 1981 eine Neufassung geschrieben, die u.a. am Schweizer Fernsehen mit Ruedi Walter und Inigo Gallo lief. Und Burkhalter hat nun basierend auf Lewinskys Fassung eine Bearbeitung für „Die Bühne“ Lyssach geschaffen.

Regie

Simon Burkhalter studierte Gesang an der  Hochschule der Künste in Bern und ist als Sänger, Schauspieler und Regisseur tätig.

Als Preisträger des Förderpreises der Burgergemeinde Bern ist er ein facettenreicher, energiegeladener, begabter Kopf. Simon Burkhalter ist Gründungsmitglied des Vereins Berner Sommer-Operette und seit 2017 Künstlerischer Leiter der Freilichtspiele Moosegg. Während drei Jahren führte er als Co-Leiter Regie bei der Theatertruppe am Berner Gymnasium Kirchenfeld. Er schreibt Theaterstücke und Dramatisierungen und ist viel gefragt auf den Berufs- wie auch den Amateur-Bühnen der Schweiz. Mit der „Bühne“ Lyssach inszeniert er zum dritten Mal nach Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wienerwald“ (2016) und dem Schweizer Gauner-Musical „Bibi Balù“ (2018).

 

Mitwirkende

Regie, Stückfassung Simon Burkhalter

Eduard Tobler, Direktor Toni Salzmann

Hedi Tobler Nira Herren

Johann, Chauffeur Kuno Jaeggi

Frau Bigler, Haushälterin Sabine Bärtschi

Anita, Köchin Anna Röthlisberger

Isolde, Dienstmädchen Bettina Marbacher

Fritz Hagedorn Florian Käsermann

Herr von Siebenthal, Hoteldirektor Theo Balmer

Polter, Chef de Reception Hubert Marbacher

Frau Möckli,  Tierhändlerin Jrene Studer-Buri

Frau Casparius, Hotelgast Vreni Eggimann

Frau Sarasin, Hotelgast Uschi Liechti

Frau von Graffenried, Hotelgast Heidi Wermuth

Miss Sullivan, Hotelgast Andrea Flückiger

Hotelgast Anja Flückiger

Hotelgast Beatrice Binggeli

Hotelgast Anna Pfister

Hotelgast Margrit Wolter

Hotelgast Andrea Studer

Hotelgast Vera Studer

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Bühnenbild Simon Burkhalter

Bühnenbau Die Bühne Lyssach

Licht- u. Tontechnik Jürg Bärtschi  und Timo Kobel

Beleuchtgskonzept Thomas Pulfer

Kostüme Eveline Rinaldi

Souffleuse Beatrice Richter

Maske Erika Raval und Jeanette Pfeiffer

Illustrationen Ruth Lehmann

Abendkasse Katrin Kofmel

Fotos Michael Meier

Texte, Medien u. Inserenten René Strauss

Finanzen und Reservationen Theo Balmer

Pausenbar René und Margrit Bietenholz 

Saaldienst Hans-Peter Wegmüller

Parkdienst Wehrdienste Lyssach

Aufführungsrecht Theaterverlag MARABU Zürich